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Samstag, 10. August 2013

Nasse Zündkerzen ausbrennen?

Wenn früher einmal ein Motor abgesoffen war, ging man einfach her, machte die Zündkerzen sauber, hielt noch die Flamme eines Feuerzeugs hin und brannte diese wieder frei. Doch dies funktioniert heute oftmals gar nicht mehr. Ein Beispiel dazu:

Kürzlich musste ein Fahrzeug (VW Golf, Modell 2009) zu uns in die Werkstatt abgeschleppt werden, da er nicht anspringen wollte. Die Zündkerzen, die erst zwei Tage zuvor eingebaut wurden, waren total nass und rußig.

Diese Zündkerzen waren gerade einmal 2 Tage gelaufen. Nach dem Ausbau waren sie nass und verrußt. Trotz Ausbrennen sprang der Motor  nicht an.


Mit einem speziellen VW Testgerät können Kraftstoffe geprüft werden.
Dieser Kraftstoff war vermutlich mit Diesel verunreinigt.
Wie sich durch einen Kraftstoff-Test herausstellte, war wohl ein schlechter Kraftstoff getankt worden. Nachdem der Kraftstoff abgelassen und ersetzt wurde, wurden die ja noch neuen Zündkerzen gereinigt und ausgebrannt. Der Golf sprang aber dennoch nicht an. Erst nachdem andere Zündkerzen eingebaut wurden, lief der Motor wieder.

Der reine Otto Kraftstoff zeigt entsprechend niedrigere Werte an.

Laut Aussage von Sebastian Albers von NGK ist es leider heutzutage so, dass die Zündkerzen, um die immer größer werdenden Anforderung erfüllen zu können, komplizierter im Aufbau geworden sind und daher auch empfindlicher. So Dinge wie falscher Kraftstoff bzw. das typische "Absaufen", verzeihen Sie nicht immer und es kann passieren, dass trotz Reinigung und Trocknen die Kerze nicht mehr zum Laufen zu kriegen ist. Die Kerzen könnten, so NGK weiter, durch den falschen Kraftstoff "beschädigt" worden sein. Dies muss aber nicht immer sichtbar sein.

Auch ist eine Reinigung mit z.B. einer Drahtbürste wie man es von früher her kennt, bei vielen Zündkerzen durch die Verwendung von Edelmetallen ohne die Gefahr einer Beschädigung nicht mehr möglich.

Autor: Johannes Wiesinger (Text und Bilder)