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ZDK: Neue E-Auto-Förderung setzt wichtige Impulse

Berlin, 19. Januar 2026.  Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die heute vom Bundesumweltministerium vorgestellte...

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Montag, 26. Januar 2026

ZDK: Neue E-Auto-Förderung setzt wichtige Impulse

Berlin, 19. Januar 2026. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die heute vom Bundesumweltministerium vorgestellten Eckpunkte zur Förderung von Elektrofahrzeugen. Die geplanten Maßnahmen setzen aus Sicht des ZDK wichtige Impulse für den Hochlauf der Elektromobilität und schaffen zugleich mehr Planungssicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für den Kfz-Handel.

„Die vom Bundesumweltministerium vorgesehenen Förderstufen sind aus unserer Sicht sinnvoll und setzen die richtigen Anreize. So wird ein klares und nachvollziehbares Signal gesetzt, das vielen Kundinnen und Kunden den Einstieg in die E-Mobilität erleichtert", erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. "Entscheidend ist jetzt eine zügige und unbürokratische Umsetzung, damit der Kfz-Handel sowie die Kundinnen und Kunden schnell von der neuen Förderung profitieren können."

Breit angelegte Förderung mit sozialer Staffelung

Herzstück der neuen Förderung ist die Einbeziehung aller Elektrofahrzeuge – sowohl vollelektrischer Modelle (BEV) als auch Plug-in-Hybride (PHEV) - mit Neuzulassung ab dem 1. Januar 2026, unabhängig davon, ob sie gekauft oder geleast werden. Vorgesehen sind Förderbeträge von 3.000 Euro für BEV und 1.500 Euro für PHEV für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro. Förderanträge sollen voraussichtlich ab Mai 2026 möglich sein. Eine Antragstellung ist auch rückwirkend vorgesehen und ist ebenso bis zu einem Jahr nach dem Zulassungsdatum noch möglich.

Positiv bewertet der ZDK die soziale Staffelung der Förderung. Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro, erhöht sich der jeweilige Förderbetrag um 1.000 Euro. In einer weiteren Stufe, bei einem Einkommen unter 45.000 Euro, kommen nochmals 1.000 Euro hinzu. Zusätzlich ist für Familien mit Kindern ein weiterer Förderbetrag von 500 Euro pro Kind vorgesehen, maximal für zwei Kinder.

„Dass Haushalte mit geringerem Einkommen sowie Familien gezielt stärker unterstützt werden, ist der richtige Ansatz", so Peckruhn weiter. Vor dem Hintergrund sinkender Preisunterschiede zwischen Verbrennern und E-Fahrzeugen sowie breiteren E-Modellpaletten im erschwinglichen Klein- und Kompaktwagensegment dürfte das Förderpaket zu einer spürbaren Erhöhung der E-Auto-Nachfrage in diesem Jahr beitragen.

„Im Idealfall können bis zu 6.000 Euro Förderung erreicht werden. Das macht Elektromobilität für breite Bevölkerungsschichten attraktiver und sollte helfen, das Kaufinteresse nachhaltig zu steigern", so Peckruhn. „Mit einer schnellen und klaren Umsetzung können diese Maßnahmen Vertrauen schaffen und die Elektromobilität spürbar voranbringen." Der ZDK erwartet für dieses Jahr rund eine Million Pkw-Neuzulassungen von Elektroautos (BEV und PHEV) durch private und gewerbliche Halter.

ZDK mahnt zügige Umsetzung und breitere Förderung an

Kritisch bewertet der ZDK, dass Förderanträge voraussichtlich erst im Frühjahr gestellt werden können. Dann ist mit einem hohen Antragsaufkommen zu rechnen, das beim für die Bearbeitung zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu Verzögerungen führen könnte. Dadurch droht sich auch die Wirkung der Förderung zu verzögern - insbesondere für Personen mit geringerem Einkommen, für die eine zeitnahe Auszahlung der Prämie ein wichtiger Kaufanreiz wäre.

Der ZDK kritisiert, dass gebrauchte Elektrofahrzeuge von der neuen Förderung ausgeschlossen sind. Eine Einbeziehung würde nicht nur den gesamten E-Automarkt beleben und die Nachfrage verbreitern, sondern die Elektromobilität auch für weitere Käufergruppen attraktiver machen. Zugleich könnte sie einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Restwerte von Elektrofahrzeugen leisten.

Damit Elektroautos für weitere Zielgruppen tatsächlich attraktiv und praktikabel werden, müssen flankierende Maßnahmen Hand in Hand mit der Förderung greifen. Ein schneller Ausbau der Ladeinfrastruktur, niedrigere Stromkosten und klare Preistransparenz an Ladesäulen sind aus Sicht des ZDK entscheidend, um die Akzeptanz und Nutzung von E-Autos nachhaltig zu steigern.

"Die neue Förderung setzt wichtige Impulse, doch E-Mobilität braucht mehr als rein finanzielle Anreize. Nur mit schneller Einführung, attraktiven Bedingungen für alle Käufergruppen und flankierenden Maßnahmen können wir den Hochlauf der E-Mobilität dauerhaft sichern", so Peckruhn.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Cremer, Pressesprecher

Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)
Markgrafenstraße 35
10117 Berlin

Tel.: 030/8172024-71
E-Mail: cremer@kfzgewerbe.de
Internet: www.kfzgewerbe.de

Donnerstag, 21. Januar 2016

Neue Technologien beim Automobilbau in 2016

Es ist eigentlich jedem klar: Die digitale Revolution hat alles durchdrungen! Aber nicht nur in unserem beruflichen Alltag und in unserem Privatleben sind Computer, Smartphone, Notebook und Tablet allgegenwärtig. Nein, sondern auch in unserem Auto sind diese inzwischen vermehrt anzutreffen. Die Elektronik an Bord übernimmt dabei immer mehr Funktionen. So sorgen heute nicht mehr nur ABS, Klima oder Navigation wie bisher für Sicherheit und Komfort. Mittlerweile sorgen auch viele neue Systeme zusätzlich für mehr Information und Entertainment und das in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Vernetzung und Konnektivität ist hierbei das Schlagwort. Aber auch das weltweite Ziel die CO2-Emissionen zu senken treibt die Autohersteller zu großen Anstrengungen an. Die Weiterentwicklung klassischer Antriebe und die gleichzeitige Entwicklung ökonomischer alternativer Antriebe gleicht einem Kopf an Kopf Rennen. Dabei kommt dem Leichtbau eine immer größere Bedeutung zu....mehr auf kfztech.de


Montag, 28. Juli 2014

Elektromobilität bei der Kfz-Innung nimmt Fahrt auf

München, 28. Juli 2014. Elektroautos kommen in Fahrt. Für das Kfz-Gewerbe ist es
unumgänglich, sich im Rahmen des technologischen Wandels weiter zu qualifizieren. Die Kfz-Innung München-Oberbayern hat dies als ihren Auftrag erkannt und im Rahmen des bundesweiten „Schaufensters für Elektromobilität“ ein Qualifizierungsprojekt in ihrem Berufsbildungszentrum aufgelegt. Hierfür wurde nun ein neues Schulungsgebäude in Garching bei München eröffnet.

„Mit diesem zusätzlichen Schulungsstandort haben wir einen Glücksgriff getan“, freute sich
Innungsobermeister Hans Medele anlässlich der Eröffnungsfeier. „Das Gebäude ist für unsere
Zwecke optimal: Ausreichend Werkstattfläche, eine hervorragende elektrische Gebäudeinfrastruktur, Räumlichkeiten für theoretische Schulungselemente, eine gute Verkehrsanbindung – das ist wirklich klasse“, so Medele weiter.


Karl Straub, MdL, Dr. Dietmar Gruchmann (Erster Bürgermeister Stadt Garching), Hans Medele (Obermeister der Kfz-Innung) und Karl Burghart (stellv. Obermeister) eröffnen die neue Schulungswerkstatt für Elektromobilität.

Vor 200 Gästen eröffnete Medele gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Karl Straub
(Pfaffenhofen) und dem Ersten Bürgermeister der Stadt Garching, Dr. Dietmar Gruchmann, die
Schulungswerkstatt, indem sie das klassische „Rote Band“ zerschnitten. Bürgermeister Gruchmann war in seinem Grußwort stolz darauf, dass das Thema Elektromobilität in seiner Stadt nun nicht mehr nur durch den Forschungscampus der Technischen Universität München eine Rolle spiele, sondern auch das Kfz-Gewerbe ein besonderes Projekt zur Elektromobilität vor Ort umsetze. Der Landtagsabgeordnete Karl Straub selbst freute sich nicht nur als politischer Vertreter über die Initiative der Kfz-Innung: Als mittelständischer Autohaus-Unternehmer wisse er bestens, wie wichtig gut qualifizierte Mitarbeiter für den Erfolg eines Betriebes seien.

Der BMW i3, eines von aktuell sieben eingesetzten Schulungsfahrzeugen der Kfz-Innung „begrüßt“ die Eröffnungsgäste.


„Die Elektromobilität erobert sich langsam aber stetig ihren Anteil im Kfz-Markt. Inzwischen gibt es eine erhebliche Vielfalt an Modellen und es ist für das Kraftfahrzeuggewerbe an der Zeit, auch im After Sale sich intensiv mit den Anforderungen dieser Technologie auseinander zu setzen. Dies hat die Kfz-Innung München-Oberbayern frühzeitig erkannt und folgerichtig auch beschlossen, ihren Teil zur Bewältigung der Anforderungen für die Branche beizutragen,“ führte Obermeister Medele in seiner Festansprache aus.

Bereits 2010 führte das Berufsbildungszentrum der Kfz-Innung München-Oberbayern bundesweit erste Pilotschulungen zur Hochvolttechnologie in Kraftfahrzeugen durch. Dieses Engagement stellte gewissermaßen das Saatkorn zum heutigen Projekt dar, welches zur Schaffung der neuen Schulungsstätte führte.

In dem Projekt der Kfz-Innung München-Oberbayern werden Qualifizierungsbausteine für
Fachkräfte aller Ebenen des Kraftfahrzeughandwerks und des Zweiradmechanikerhandwerks
entwickelt. 

Möglich wird das insbesondere durch den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“. Im bayerisch-sächsischen Projekt „Elektromobilität verbindet“ stellt das Thema Aus- und Weiterbildung einen von fünf Schwerpunkten dar. An „Elektromobilität verbindet“ sind insgesamt mehr als 150 Unternehmen oder öffentliche Institutionen beteiligt, darunter Audi, BMW, E.ON, MAN, Siemens, die Stadtwerke München und viele mehr. Eines dieser Einzelprojekte trägt die Kfz-Innung München-Oberbayern. 

In Bayern engagiert sich das Handwerk in erheblichem Maße: So ist die Kfz-Innung nicht nur mit einem eigenen Qualifizierungsprojekt am Start, sondern beteiligt sich auch an einem gewerkeübergreifenden beruflichen Weiterbildungsprogramm mit dem Namen „Smart Advisor“. Hier werden Fachspezialisten des Handwerks zu Beratern für Endkunden, Betriebe und Kommunen qualifiziert. Sie werden befähigt, Konzepte für die Integration von Elektro- und Hybridfahrzeugen in Fuhrparks und dezentrale Energieversorgungsstrukturen zu entwickeln und deren Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz zu bewerten. Unter der Federführung der Handwerkskammer für München und Oberbayern haben sich hierfür insgesamt fünf Handwerkskammern, drei Elektro-Innungen und drei Kfz-Innungen zu einem Projektkonsortium zusammen getan.

Dabei bedarf es eines hohen Maßes an Engagement aller Beteiligten, um ein neuartiges und
derartig umfassendes Projekt erfolgreich „auf die Straße zu bringen“, wofür sich
Innungsobermeister Medele in seiner Rede explizit bedankte.

Mit diesem Signet wirbt die Kfz-Innung München-Oberbayern für Ihr Qualifizierungsprojekt.


Pressemitteilung Kfz-Innung München und Oberbayern

Lesen Sie auch Einzelheiten zur ersten Hochvolt Prüfung für Elektromobilität in diesem Schulungsgebäude.